Tagesgeld-Niveau stabil

Das Tagesgeld ist trotz anhaltender Niedrig- und auch Minuszins-Phase beliebt. Während die EZB seit Jahren nicht mehr am Leitzins schraubt und dafür ständig neue Begründungen liefert (Finanzkrise, Griechenlandkrise, Wirtschaftsstagnation, Coronakrise), liegt das Tagesgeld-Angebot (insbesondere bei Direktbanken) stabil. Das zeigt der aktuelle Blick in unsere Tagesgeld Top 10.

Erstaunlich, weil…

Bis zu 1,00 Prozent sind derzeit (24.12.2020) beim Tagesgeld möglich. Auf der anderen Seite führen immer mehr Banken „Strafzinsen“ für geparktes Geld auf Girokonten ein. Der Begriff ist dabei von Bank zur Bank unterschiedlich. Ob „Verwahrzins“, „Verwahrentgelt“ oder einfach „Negativzins“, letztendlich wird immer das gleiche Ziel verfolgt. Ab einer bestimmten Summe fallen Gebühren an.

Zuletzt haben die beiden Global-Player bei den kostenlosen Girokonten einen Negativ-Zins ab 100.000 Euro für Neukunden eingefügt. Die DKB und die ING. Ein Grund mehr sein Geld auf einem Tagesgeld-Konto zu parken. Selbst wenn es bei der eigenen Hausbank nur Mini-Zinsen von unter 0,2 Prozent bringt. Alles (oder sagen wir: vieles) ist besser, als für seine Geldanlage zahlen zu müssen.

Somit bleibt das Tagesgeld auch weiterhin attraktiv. Vor allem wenn das Geld kurzfristig verfügbar sein soll. Die Gründe sind unterschiedlich, aber eine kleine Reserve für unerwartete Ausgaben, schadet nie.

Kann man sich von dem Ersparten auch 12, 24 oder 36 Monate trennen, so eigenen sich Sparbriefe. Bis zu 1,21 % lassen sich derzeit (24.12.2020) bei 36 Monaten (3 Jahre) Laufzeit erzielen. Mehr dazu in unserer Festgeld-Top 10.

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