Sparzinswende in 2024? Möglich!

Aktuell sind beim Tagesgeld noch mehr als 3,9 Prozent Sparzinsen möglich. Das zeigt ein Blick in unsere aktuelle Tagesgeld-Top10. Auch beim Festgeld sind mehr als 3,6 Prozent bei einer Laufzeit von 6 und mehr Monaten möglich.

Doch wie lange noch?

Die Inflation in Deutschland ist seit Monaten rückläufig. Im Februar 2024 lag sie bei 2,5 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt). Im Juli 2023 meldeten wir noch eine Inflation von über sechs Prozent. Zeitgleich sendet die EZB Signale aus, noch in diesem Halbjahr möglicherweise den Leitzins zu senken. Die Europäische Zentralbank-Chefin Christine Lagarde kann sich vorstellen im Juni eine neue Leitzins-Entscheidung zu treffen. Das sagte sie im Rahmen einer Rede in Frankfurt, berichtete der Nachrichtensender CNBC vor einigen Tagen. Bis dahin wolle man allerdings noch warten um bessere Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung zu erhalten. Aktuell liegt der EZB-Leitzins bei 4,5 Prozent.

Bei einer Leitzinssenkung im Sommer könnten viele Banken schnell nachziehen und Tagesgeld- und Festgeld-Angebote verschlechtern. Schon jetzt sind mehrere Aktions-Angebote, die auf wenige Monate befristet waren, ausgelaufen und wurden nicht verlängert. Während die Sparzinsen 2023 einen gewaltigen Schub nach oben erlebten, stagnieren sie laut unserer Top10 in den ersten drei Monaten 2024 weitestgehend.

Was tun?

Der Blick in die Glaskugel: Bei Festgeld-Angeboten von über 3,6 Prozent mit Laufzeiten zwischen 6 und 36 Monaten könnte eine Anlage für Sicherheit sorgen – sofern der Geldbetrag nicht benötigt wird. Beim Tagesgeld könnte es ab Sommer einen Abwärtstrend geben.  

Der Frühling kommt – das Tagesgeld sinkt

Stillstand ist der Tod, aber nur eine Richtung vor den Augen zu haben, dürfte auch nicht Gesund sein. Die Guthabenzinsen für Tagesgeldprodukte fallen weiter. In den ersten Monaten des Jahres 2017 haben fast alle Banken unserer Top10 ihren Zinssatz angepasst. Einzig die Consorbank hält sich mit ihrem Neukundenangebot wacker bei 1,00 Prozent.

Was jetzt tun?
Eine Frage die sich mit Sicherheit derzeit zahlreiche Sparer stellen. Ein Lichtblick ist die US-Notenbank die erst kürzlich ihren Leitzins angehoben hat. Doch die EZB bleibt weiterhin ihrem Null-Prozent-Leizins-Kurs treu. Eine Leitzinserhöhung für den europäischen Markt ist nicht in Sicht. Ganz vorsichtig formuliert man eine mögliche Anhebung für frühestens Ende 2017, vermutlich eher Mitte 2018.

Bis dahin wird sich der Tagesgeldmarkt kaum bewegen. Viel weiter in den Keller dürften die Zinsen bei zahlreichen deutschen Banken nicht mehr fallen, aber vermutlich auch nicht steigen.

Alternativen?
Sparbriefe mit kurzen Laufzeiten bieten derzeit annähernd Alternativen zu Tagesgeldprodukten. Ein ganz nettes Angebot gibt es bei RaboDirect. Die Bank hat neben dem normalen Tagesgeldkonto noch das Produkt „RaboSpar30“ und „RaboSpar90“ im Portfolio. Die Zahlen stehen dabei für eine Abbuchungsfrist, bringen aber Zinsen. So müssen Kunden beim RaboSpar90 ganze 90 Tage auf die Überweisung auf ihr Referenzkonto warten, nachdem die Zahlung veranlasst wurde. Doch dafür wird das Konto (aktuell) mit 0,60 Prozent verzinst, statt beim täglich verfügbaren Tagesgeld von aktuell 0,40 Prozent bei RaboDirect. Ein guter Kompromiss.

Mehr Infos zu den Kurzzeit-Festgeld-Produkten der RaboDirect und noch mehr Festgeld- bzw. Sparbrief-Angebote liefert unsere aktuelle Top10 im Festgeld.